Hint of the Month | 1 Bluse, 3 Wege gestylt | Armedangels

Ich finde es immer wieder spannend zu recherchieren, woher unsere Kleidung kommt und wie sich Schnitte und Stile entwickelt haben. Mit der kühler werdenen Jahreszeit möchte ich heute auf ein Kleidungsstück eingehen, dass von vielen Menschen geliebt und gleichzeitig gehasst wird: Die Bluse.

Der Begriff Bluse bezeichnete ursprünglich ein lose fallendes Bekleidungsstück, das den Oberkörper bedeckt und von Arbeitern, Bauern, Künstlern und Kindern getragen wurde. Bluse ist ein Lehnwort aus dem Französischen: blouse heißt „Fuhrmannskittel, Staubmantel“. Es soll ein Mitbringsel französischer Kreuzfahrer sein. Diese zogen über ihre Rüstungen ein sogenanntes „p(e)lusisches Gewand“, einen blau eingefärbten Kittel gegen den Staub, der seinen Namen von dem ägyptischen Ort Pelusium hatte. Anderen Quellen zufolge stammt das Wort Bluse von prov. lano blouso „Kurzwolle“, lano „Wolle“ und blos, blouse „beraubt, nackt“ ab. Diese uns bekannte Damen Bluse entstand im Biedermeier Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

 

Style #1 – Business

Die erste Assoziation mit Bluse war lange Zeit bei mir “business”. Blusen, gepaart mit spießigen Hosenanzügen und Kostümchen…nee nee, dass muss nicht sein. Denn eine Bluse kann soviel Spaß machen. Sie ist ein vielseitiges Kleidungsstück, dass im Laufe der Zeit in vielen Schnitten ihren Weg in unsere Kleiderschränke geschafft hat.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden die von Matrosenanzügen abgeleiteten Matrosenblusen für Mädchen zum blauen Faltenrock populär.

Bereits in den 40er Jahren entstand die Schluppenbluse und in den 50er gehörte eine Bluse primär zur Grundausstattung jeder Frau.

In den 70ern ging es der Bluse buchstäblich an den Kragen: Es wurde wild experimentiert und mit lange, spitze Kragen, abgerundete Kragen (sogenannter Dackelkragen).

Ein Jahrzehnt später, in den 80er Jahren, bekam die Bluse nicht nur Schulterpolster, auch am Kragen wurde weiter gefeilt: aufgestellte Stehkragen, Schleifen, Bundkragen und besonders kleine Kragen mit verdeckter Knopfleiste waren en vogue.

Die Longbluse kam erst in der Jahrtausendwende und hat sich bis heute bewährt.

 

Style #2 – Casual

Meine Bluse ist im Pyjama Stil ist vom fair fashion Label armendangels. Sie ist noch im Shop von Avocadostore erhältlich.

Die Business Hose ist vom Slow Fashion Label Capital B über Showroom, die leider nicht mehr erhältlich ist. Ich habe dir eine schöne Fair Fashion Alternative von Frieda Sand rausgesucht, die du über Najoba bestellen kannst. Die schlichten Pumps habe ich second hand gekauft und die Tasche habe ich vor vielen Jahren bei Liebeskind gekauft.

Mein Casual Outfit habe ich mit einer Mom Jeans von armendangels (aktuell leider ausverkauft, ist aber im Standardsortiment von armendangels) und einem alten Cardigan aus fastfashion Zeiten gestylt. Den Hut habe ich mir bei meinem Freund stipitzt :). Tip: Mal bei ubup oder Kleiderkreisel second Hand ausschau halten. Den Rucksack ist aus Kunstleder (nicht fair), die Sneaker sind fair von Werner.

Die Culotte in meinem casual chic Outfit ist ebenfalls ein Relikt aus Fast Fashion Zeiten, bekommt man ebenfalls gut second hand oder in vielen Fairfashion online shops. Schau hier gerne in meinen  Fair Fashion Guide auf dem Blog. Die Schuhe sind neu und nicht fair.

Style #3 – casual chic

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